Petrus hat feucht-fröhlich mitgefeiert. Auf diesen Gedanken hätte man kommen können, angesichts des Wetters zur diesjährigen Cologne Pride Demonstration am 06.07.2025, denn er hat sein Regenfüllhorn kräftig eingesetzt.
Pünktlich zum Start des Umzuges begann der Dauerregen, der dann auch den ganzen Tag nicht wieder aufhören wollte.
Trotz dieser widrigen Bedingungen war es mal wieder eine mächtige Demonstration mit ca. 60.000 Teilnehmenden in rund 250 Gruppen und auf 90 Wagen, denen ca. 1,1 Millionen Menschen (Veranstalterangaben) zujubelten.
Auch aus unserer Gruppe hatten sich 13 Väter, Partner und Freunde auf den Weg nach Köln gemacht, um gemeinsam zu feiern und Flagge zu zeigen.
Einige besuchten die Pride in Form eines Tagesbesuches, andere hatten sich für das Wochenende in unterschiedlichen Hotels eingebucht. Wir hatten wieder eine eigene WhatsApp-Gruppe eingerichtet, so dass man sich vor Ort kurzfristig verabreden und in dem Trubel auch einfach finden konnte, was auch ganz gut funktionierte. Nur zu einem Zusammentreffen in größerer Runde mit den ebenfalls anwesenden Kölner Vätern, hat es irgendwie leider nicht geklappt. Daran wird für das nächste Jahr weiter „gearbeitet“.
Nachdem einige die „offiziellen“ Termine (z.B. traditioneller CSD-Empfang des Queeren Netzwerkes im Maritim Hotel oder ökomenischer CSD-Gottestdienst in der Antoniter-Kirche) wahrgenommen hatten, ging es in ein ausgelassenes Fest, bei dem es laut Veranstalter glücklicherweise keinen einzigen Zwischenfall oder Angriff von Störern zu vermelden gab. So positiv das ist, so bemerkenswert ist das leider in den heutigen Zeiten auch.
Trotz einiger Absagen bei den Demo-Teilnehmern im Vorfeld, gab es neben Parteien, Vereinen, und anderen gesellschaftlichen Gruppen auch einige Firmen, darunter auch sogar US-Firmen, die mit eigenen Wagen bei der Demo dabei waren. Auch das ist heute leider nicht mehr so selbstverständlich, wie noch vor einigen Jahren.
Zu den attraktiven Programmen auf den verschiedenen Bühnen trugen verschiedene bekannte Gruppen (am Sonntag z.B. Brings, The Wheather Girls, Culcha Candela, …) bei. Die Band „Knallblech“ gab nicht nur auf dem Heumarkt ihr Konzert sondern war sogar auch beim Demonstrationszug mitten drin.
Diejenigen, die schon am Freitag oder Samstag angereist waren, konnten die Feiermeile in der Schaafenstraße noch bei guten Wetter genießen. Meine Güte, war das dort voll am Samstagabend !
Wirklich beeindruckend !
Aber auch am regenreichen Sonntag ließen sich die Besucher nicht vom Feiern abhalten und das Straßenfest wie auch die Kneipen platzten mal wieder aus allen Nähten.
Den CologePride, einen der größten CSDs Europas, zu besuchen, ist immer wieder ein tolles und stärkendes Erlebnis, auch wenn am Ende die Füße ganz schön weh tun.
Auch dieses Jahr haben die Organisatoren und Helfer wieder Großartiges geleistet.
Wir, die Väter-Gruppe Essen, werden bestimmt auch im nächsten Jahr wieder mit in Köln dabei sein und mitfeiern! Du auch ?!!?