Die ‚Queere Wandertag‘-Tradition: diesmal im Kampf gegen den Wettermix
Am 15. Mai um Punkt 10:00 Uhr war es wieder soweit: Der feste Termin im Kalender markierte den Tag, an dem 16 Teilnehmer beweisen mussten, dass man den Vatertag auch ohne Lärmbelästigung und flüssiges Brot überstehen kann.
Die Einladung im Vorfeld ging über diverse Kanäle an die gesamte queere Community, so dass wir neben 13 Vätern aus unserer ausrichtenden Gruppe und deren Partnern auch drei weitere Teilnehmer gewinnen konnten.
Treffpunkt war der Parkplatz am Schwimmzentrum Kettwig – der Startpunkt für ein Abenteuer, das wettertechnisch eher an eine Expedition in die Tropen erinnerte: Von dunklen Wolken über Gewitter bis hin zu plötzlichem Sonnenschein war alles dabei.
Etappe 1: Über Wiesen zum alkoholfreien Glück
Der Panoramasteig bot zwar eine tolle Landschaft, forderte aber auch das Material. Wer kein festes Schuhwerk trug, hatte schnell das Nachsehen, während die Fraktion „Regenjacke/Regenschirm“ alle Hände voll zu tun hatte, sich dem Wechselspiel von Petrus anzupassen. Nach einer knappen Stunde und den ersten vier Kilometern erreichten wir den „Rutherhof Glücklich“. Dort wurde die erste Einkehr zelebriert – ganz seriös mit Kaffee, Kuchen oder einem Bier, das so alkoholfrei war, dass man danach sogar noch die Orientierung behielt.
Etappe 2: Tiefgründiges entlang der Ruhr
Die anschließenden sechs Kilometer führten uns erneut durch Wälder, über Feldwege und direkt an der Ruhr entlang bis in die Kettwiger Altstadt. Tolle Panoramen säumten unsere Wanderstrecke und zeigten, wie bezaubernd schön doch das Ruhrgebiet ist.
Wie schon im letzten Jahr zeigte sich: Wandern regt das Denken an. Es entwickelten sich Gespräche, die deutlich tiefgründiger waren als die Pfützen auf dem Weg. Im „Brückencafé“ folgte dann die verdiente Stärkung. Während die einen beim Kuchen blieben, setzten die anderen auf handfeste Grundlagenforschung in Form von Bratwurst mit Kartoffelsalat oder diversen Lasagnen.
Der Endspurt und das musikalische Erbe
Die letzte Etappe war mit zwei Kilometern durch den Stadtwald eher eine Ehrenrunde. Zurück am Parkplatz hätte man den Tag eigentlich gemütlich ausklingen lassen können, doch zwei Unermüdliche hatten noch nicht genug. Anstatt die Beine hochzulegen, wurden kurzerhand zwei Wandertagssongs komponiert – eine kreative Höchstleistung, die wohl den Grundstein für die Hymnen der nächsten Jahre gelegt hat.
Song „Wir gehen“
Song „Wir sind Eins“ – Version A
Song „Wir sind Eins“ – Version B
Ein gelungener Wandertag, der zeigt: Wahre Tradition braucht kein Bierfass, sondern nur gute Wege, gutes Essen und ganz wichtig: die richtige Gruppe mit lieben Menschen!



