Elf Mutige, drei Boote und jede Menge Ruhr-Abenteuer
Die „Schwulen Väter Essen“ gingen mal wieder auf große Paddeltour von Hattingen nach Essen-Horst
Hattingen/Essen. Neun Kerle, plus ein Sohn, eine Tochter und ein Hund – mehr braucht es offenbar nicht für einen perfekten Tag auf der Ruhr. Die „Schwulen Väter Essen“ machten sich gemeinsam mit ihren Kindern und vierbeiniger Begleitung auf zu einer sportlichen Paddeltour von Hattingen nach Essen-Horst. Angereist wurde dafür aus allen Himmelsrichtungen – vom Niederrhein ebenso wie mitten aus dem Pott.
Am Start angekommen, gab es zunächst eine professionelle Einweisung durch die Ruhrpiraten. Schließlich wollte niemand schon nach den ersten 50 Metern unfreiwillig zum Schwimmer werden. Danach hieß es: Boote zu Wasser und Leinen los!
Drei Paddelboote standen bereit: zwei Vierer und ein Dreier. Schnell zeigte sich, dass die Besatzungen nicht nur paddeln, sondern auch bestens quatschen, lachen und gemeinsam genießen konnten. Die Ruhr schlängelte sich durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei an viel Natur und idyllischen Naturschutzgebieten.
Doch eine Fahrt auf der Ruhr hat bekanntlich auch ihre kleinen Herausforderungen. Gleich drei Stauwehre mussten auf der gesamten Strecke überwunden werden. Für die inzwischen bestens ausgebildeten „Neumatrosen“ bedeutete das: raus aus den Booten, kräftig anpacken, Boote tragen und anschließend wieder ins Wasser setzen. Teamwork war gefragt – und davon gab es reichlich.
Vor dem zweiten Stauwehr wurde dann erst einmal eine zünftige Pause eingelegt. Bei angenehmem Wetter kamen allerlei selbst mitgebrachte Leckereien und feine Getränke auf den „Tisch“. Es wurde gegessen, getrunken, gelacht und natürlich ausgiebig geplaudert. Schließlich gehört zu einer gelungenen Paddeltour nicht nur Muskelkraft, sondern auch eine ordentliche Portion Geselligkeit.
Danach hieß es wieder: Alle Mann an Bord!
Na ja – fast alle. Ein Boot musste erneut getragen werden. Zwei andere Besatzungen zeigten dagegen besonderen Mut und wagten sich mit ihren Booten die Stauwehrrutsche hinunter. Cool, mutig und definitiv ein Erlebnis ! Ob das nun sportlicher Ehrgeiz oder einfach nur ein ausgeprägter Spaß am Abenteuer war, blieb jedem selbst überlassen.
Zwischen kräftigem Paddeln und entspanntem Treibenlassen mit der Strömung verging die Zeit wie im Flug. Nach rund vier Stunden erreichten die Paddler schließlich glücklich, zufrieden und vermutlich auch ein kleines bisschen muskelkatergefährdet ihr Ziel in Essen-Horst.
Aber damit war der gemeinsame Tag natürlich noch nicht vorbei. Zum gemütlichen Abschluss ging es in einen Biergarten. Bei leckerem Kuchen und kühlen Getränken wurde noch einmal auf den gelungenen Ausflug angestoßen und der Tag in entspannter Runde ausklingen gelassen.
Anschließend machten sich alle wieder auf den Heimweg – zunächst mit der S-Bahn zurück nach Hattingen und von dort aus weiter in alle Himmelsrichtungen.
Das Fazit: Es war ein rundum gelungener Tag mit viel Natur, Bewegung, Spaß, leckerem Essen, guten Gesprächen und vor allem einer tollen Gemeinschaft.
Und eines ist sicher: Die Schwulen Väter sind und bleiben auf den unterschiedlichsten Wegen aktiv unterwegs!
Wer jetzt beim Lesen Lust bekommen hat, beim nächsten Abenteuer dabei zu sein, sollte nicht lange überlegen: Macht euch auf den Weg!
Die Gruppe freut sich auf euch – sei es zum Paddeln, Radeln, Wandern, Kochen usw. oder an jedem ersten Donnerstag im Monat zu den regelmäßigen Gesprächskreisen der Selbsthilfegruppe.




